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    HERBERT WORCH HISTORIE

    Gründer und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Deutscher Herold Volks- und Lebensversicherungs-AG


    Herbert Worch (geb. 1882), Geschäftsführer des Verbandes der Bestattungsunternehmer und später bis zu seinem Tode im Jahre 1953 erster Mann des Deutschen Herold, wies den Weg. Ein Zeitgenosse erinnert sich, dass im Verband bereits 1919 die Gründung einer eigenen Versicherung vorgeschlagen wurde. Sie sollte der Bevölkerung ermöglichen, mit regelmäßigen, geringen Beiträgen für die Bestattung vorzusorgen. In einer Versammlung des Verbandes am 20. November 1921 in Hamburg nahm das Projekt konkrete Formen an. Die Gründung eines Unternehmens mit dem Namen „Deutscher Begräbnis-Versicherungsverein“, Geschäftssitz in Berlin, wurde beschlossen.

    Die eigentliche Gründungsversammlung fand am 15. Januar 1922 in Berlin statt. Nur wenige Männer waren bereit, das Wagnis einer Firmengründung in unsicherer Zeit auf sich zu nehmen und das notwendige Kapital zur Verfügung zu stellen. An ihrer Spitze Herbert Worch, der von Anfang an mit der Führung im Vorstand betraut wurde und als weiteres Vorstandsmitglied Dr. Perkuhn, Berlin. Neben ihnen als Mitglieder des ersten Aufsichtsrats die Herren Happach (Lübeck) als Vorsitzender, Kuckelkorn (Köln) als stellvertretender Vorsitzender, Battermann (Hannover), Burkel (Halle), Hartz (Kiel), Sanner (Elberfeld) und Träger (Bochum). Einige von ihnen gehörten mehrere Jahrzehnte lang der Führung des Unternehmens an.

     

    Die Geschichte des Deutschen Herold


    Der Deutsche Herold wurde am 15. Januar 1922 in Berlin vom dortigen Verband der Bestattungsunternehmer unter dem Namen Deutscher Begräbnis-Versicherungsverein als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gegründet, um die Kosten für die Bestattung als Versicherungsleistung zu ermöglichen. Dabei wirkten die Bestattungsunternehmen einerseits als Agenturen, andererseits erbrachten sie die Versicherungsleistungen in Form der Bestattung. Generaldirektor des neu gegründeten Unternehmens wurde Herbert Worch als Geschäftsführer des Verbandes der Bestattungsunternehmer. Drei Jahre später erweiterte das Unternehmen die angebotenen Leistungen um Lebensversicherungen, in der Folge benannte es sich in Deutscher Begräbnis- und Lebens-Versicherungsverein a.G. Deutscher Herold um. 1927 wandelte sich das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft. Nach der Übernahme der Spandauer Lebensversicherung zwei Jahre später erfolgte die Umbenennung in Deutscher Herold Volks- und Lebensversicherung AG und gemessen an der Größe des Versicherungsbestandes stieß die Gesellschaft in die fünf größten Versicherungen Deutschlands vor.


    Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte das Unternehmen unter Leitung von Worch nach Westdeutschland um und nutzte ab 1947 Bonn als Firmensitz, wo es 1949/50 an der Ecke Poppelsdorfer Allee/Bonner Talweg ein neoklassizistisches Bürogebäude als Hauptverwaltung errichten ließ. 1950 übernahm die Gesellschaft, die bereits ab 1926 Sachversicherungen vermittelt hatte, mit der Hamburger Allgemeine-Versicherung ein Sachversicherungsunternehmen als Tochtergesellschaft. Unter dem Namen Deutscher Herold Allgemeine-Versicherung bediente die Gruppe fortan auch diesen Geschäftszweig. Durch innovative Angebote stärkte das Unternehmen zu Beginn der 1970er Jahre seine Position im deutschen Versicherungsmarkt und rangierte Anfang 1976 als siebtgrößter Lebensversicherer. Diese starke Marktposition konnte der Deutsche Herold in den Folgejahren ausbauen.

    Anfang September 1992 stieg die Deutsche Bank, die wenige Jahre zuvor mit der db-Leben eine eigene Versicherungsgesellschaft gegründet hatte, als Großaktionär mit einem Anteil von 56 Prozent beim Deutschen Herold ein. Zeitgleich vereinbarten die beiden Unternehmen eine wechselseitige Kooperation, wonach über die jeweilige Vertriebsstruktur Produkte des anderen Unternehmens angeboten wurden. Im Juni 1993 übernahm schließlich der Deutsche Herold die db-Leben als Tochterunternehmen, zudem wurden Tochtergesellschaften für Kranken- und Rechtsschutzversicherungen gegründet. In diesem Zusammenhang stockte die Deutsche Bank ihren Anteil auf über 65 Prozent auf. Zwischenzeitlich hatte die Deutsche Bank knapp 75 Prozent an der Versicherungsgruppe übernommen, die stark vom Vertrieb der Bank und insbesondere ihrer Tochter Deutsche Bank 24 profitierte und im Gegenzug insbesondere in Fonds der Tochter DWS investierte.


    Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE

    Im September 2001 bestätigte die Deutsche Bank Verhandlungen mit der Zurich Financial Services über die Übernahme des Deutschen Herold. Im Herbst 2006 vollzog die Zurich Gruppe Deutschland die Integration der Rechtsträger, die bis dato eigenständig am Markt operierenden Tochtergesellschaften wurden rückwirkend zum 1. Januar 2006 mit den Zurich-Tochtergesellschaften Zurich Versicherung AG bzw. Zurich Lebensversicherung AG zusammengeführt und damit mit den formalen Rechtsträger-Bezeichnungen unter der Marke Zurich fortgeführt.

    Auch nach der Übernahme nutzte die Zurich die vormaligen Geschäftsgebäude der Zentrale des Deutschen Herolds in Bonn.

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